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Krems-Hochwasserschutz in der Stadt Krems

Aufgabenstellung

In den letzten Jahrzehnten trat der Kremsfluss mehrmals über seine Ufer und verursachte in der Stadt Krems katastrophale Hochwasserschäden. Die Hochwasserschutzanlage sollte einerseits Schutz gegenüber den wiederkehrenden Überflutungen bieten, andererseits den namensgebenden Fluss weder optisch und physisch von der Stadt trennen. Der Einsatz von mobilen Hochwasserschutzsystemen war auf Grund sehr schnellen Ansteigens der Hochwasserwelle nicht möglich. Die ökologische Funktionsfähigkeit und die Multifunktionalität von Fließgewässern im urbanen Bereich waren neben dem Schutzwasserbau ein wesentlicher Projektbestandteil.

Die Hochwasserschutzanlage, mit einer Länge von 6,200 km, liegt im dicht verbauten Stadtgebiet. Die Verkehrs-, Ver- und Entsorgungsinfrastruktur, die beschränkte Raumverfügbarkeit, sowie der vielfältige Nutzungsanspruch an ein urbanes Fließgewässer stellten besondere Anforderungen an die Projektierung und Bauausführung.

Lösung

Der Hochwasserschutz wurde primär mit Maßnahmen zur Abflussertüchtigung wie die Optimierung des Sohlgefälles und der Anpassung des Ausbauquerschnittes und Mittelwassergerinnes an hydraulische, ökologische und städtebauliche Anforderungen erzielt. Mit der Erschließung des Flussvorlandes durch eine architektonisch gestaltete Uferpromenade und direktem Zugang zum Fluss wurde ein neuer Naherholungsraum im Zentrum von Krems geschaffen.

Weitere Anlagenbestandteile und Maßnahmen:

  • Sanierung und Erhöhung von bestehenden Ufermauern und Dämmen
  • Unterfangung und Untergrundabdichtung im MIP- und DSV-Verfahren
  • Errichtung von Hochwasserschutzwänden
  • Neuerrichtung von drei Brücken und drei Stegen
  • Rückbau von zwei Wehranlagen und Errichtung von Fischwanderhilfen
  • Renaturierung des hart verbauten Flussbetts und der Uferbereiche
  • Anpassung der Verkehrs-, Ver- und Entsorgungsinfrastruktur
Dienstleistungen
  • Abflussmodellierung 2-Dimensional
  • Gefahrenzonenausweisung
  • Variantenuntersuchung
  • Einreich- Detailplanung, Ausführungsplanung
  • Förderungsabwicklung
  • Ausschreibung und Vergabeverfahren
  • Projektmanagement
  • Örtliche Bauüberwachung und BauKG
  • Restrisikobetrachtungen
  • Betriebsvorschrift und Alarmplanung
Fakten
  • Auftraggeber: Stadt Krems an der Donau
  • Fördergeber: Bund und Land
  • Gesamtkosten: € 34.000.000,-
  • Zeitraum: Fertigstellung Gesamtprojekt 2018
  • Ansprechpartner: DI Jörg Handhofer