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Donau-Hochwasserschutz in der Stadt Krems / Stein

Aufgabenstellung

Für die Doppelstadt Krems-Stein, welche 1995 ihr 1000-jähriges Jubiläum feierte, war die Lage am Donaustrom historisch als Handels- und Heute als Fremdenverkehrszentrum von großer Bedeutung.

er bestehende Hochwasserschutz bot nur Schutz gegenüber kleineren Hochwasserereignissen (HW17) und wurde mehrmals überströmt. Die in Folge aufgetretenen Überschwemmungen verursachten im Stadtteil Stein wiederholt, letztmalig 1991, enorme Schäden.

Daraus resultierte die Forderung nach einem „verbesserten“ Hochwasserschutz welcher vor einem Hochwasserereignis mit einer Auftretenswahrscheinlichkeit von einmal in hundert Jahren schützen sollte. Neben dem Schutz vor Hochwasser waren die Erhaltung des Stadtbildes und der Zugang zur Donau wesentliche Projektziele.

Lösung

Die Hochwasserschutzanlage wurde in Bereichen wo bestehende Sichtrelationen beziehungsweise der Anschluss an die Donau zu erhalten waren als mobiles Schutzsystem errichtet. Auf eine stationäre Wand mit Tiefenfundierung und Untergrundabdichtung werden bei Hochwasser Stahlstützen aufgeschraubt in welche Aluminiumdammbalken eingeschoben werden. Das Dammbalkensystem kann stufenweise an die zu erwartende Hochwasserhöhe angepasst werden. Mit Naturstein verkleidete Hochwasserschutzwände und Dämme sowie ein Drainagesystem mit Hochwasserschutzpumpwerk komplettieren die Hochwasserschutzanlage.

  • Gesamtlänge der Hochwasserschutzanlage: 1.670m
  • Dammbalkensystem: 890m
  • bestehend aus 247 Stützen, ca. 2.600 Dammbalken
  • Mobilwandhöhe auf stationärer Wand: 1,60 mMobilwandhöhe im Bereich von Querungen: 3,20m
  • Hochwasserschutzpumpwerk mit Drainagesystem
  • Hochwasserschutzlager bei FF-Krems
Dienstleistungen
  • Variantenuntersuchung
  • Einreich- Detailplanung, Ausführungsplanung
  • Förderungsabwicklung
  • Ausschreibung und Vergabeverfahren
  • Projektmanagement
  • Örtliche Bauüberwachung und BauKG
  • Restrisikobetrachtungen
  • Betriebsvorschrift und Alarmplanung
Fakten
  • Auftraggeber: Stadt Krems an der Donau
  • Fördergeber: Republik Österreich und Land Niederösterreich
  • Gesamtkosten: € 16.000.000,-
  • Zeitraum: 1994-1996
  • Ansprechpartner: DI Jörg Handhofer